Das Zahnen ist ein natürlicher Vorgang, der bei den meisten Babys um den 6. Monat beginnt und bis etwa zum Alter von 2,5–3 Jahren dauert. Manche Babys sind in dieser Zeit sehr unruhig, andere zeigen kaum Anzeichen. Für Eltern ist es wichtig, die normalen Anzeichen zu kennen und sichere Wege zur Beruhigung zu wissen.
Häufige Anzeichen des Zahnens
- Vermehrtes Sabbern und Rötung am Kinn
- Alles in den Mund nehmen, Bedürfnis zu beißen
- Geschwollenes, empfindliches Zahnfleisch
- Unruhe, veränderter Schlaf
- Weniger Appetit beim Trinken oder Essen
Anzeichen, die nicht auf das Zahnen zurückgeführt werden sollten
Hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen, Ausschlag oder anhaltende Nahrungsverweigerung sind keine üblichen Anzeichen des Zahnens. Da eine andere Ursache dahinterstecken kann, sollten Sie dann die Kinderärztin bzw. den Kinderarzt aufsuchen.
Sichere Wege, Ihr Baby zu beruhigen
- Massage mit sauberem Finger: Sanfter Druck auf das Zahnfleisch kann den Juckreiz lindern.
- Gekühlter Beißring: Stabile, einteilige Beißringe, im Kühlschrank gekühlt (nicht gefroren), können verwendet werden.
- Sabber abwischen: Kinn und Hals häufig mit einem weichen Tuch trocknen, um Hautreizungen vorzubeugen.
- Beruhigende Rituale: Auf dem Arm halten, ablenkende Spiele und ein regelmäßiger Schlafrhythmus können helfen.
Was Sie vermeiden sollten
- Zahnungsketten (Bernstein usw.): Sie bergen Erstickungs- und Verschluckungsgefahr.
- Beißringe, die in kleine Teile zerbrechen können oder mit Flüssigkeit gefüllt sind
- Betäubende Gele für das Zahnfleisch: Manche Inhaltsstoffe können bei kleinen Babys schwere Nebenwirkungen haben; verwenden Sie sie nicht ohne ärztlichen Rat.
- Zuckerhaltige Flüssigkeiten oder Honig auf den Sauger geben
- Schmerzmittel eigenmächtig geben: Ob sie nötig sind und in welcher Dosis, sollte die Kinderärztin bzw. der Kinderarzt entscheiden.
Pflege der ersten Zähne
Die Pflege beginnt, sobald der erste Zahn sichtbar ist. Empfohlen wird zweimal tägliches Putzen mit einer weichen Babyzahnbürste und einer reiskorngroßen Menge fluoridhaltiger Zahnpasta. Milch oder Saft nachts aus der Flasche erhöht das Risiko für Nuckelflaschenkaries.
Wann zur Zahnärztin bzw. zum Zahnarzt?
Die erste zahnärztliche Untersuchung wird nach dem ersten Zahn, spätestens um den ersten Geburtstag empfohlen. Wenn Sie sich Sorgen um den Zeitpunkt des Zahndurchbruchs machen, lesen Sie unseren Artikel wenn die Zähne Ihres Kindes spät kommen.



